Deutsches Fotomuseum




Mary Warner im Gegenlicht, 1908
Am Lanser Kopf, 1908
Hans, Edeltrude und Lotte, 1903
Frank Eugene Smith, 1910
Der Maler Josef Julius Durst, 1910
Abstieg, 1912
Rosenstilleben, 1915

Aktuelle Ausstellung
Heinrich Kühn

zum 150. Geburtstag des Kunstfotografen und Farbpioniers


Ausstellung im Deutschen Fotomuseum
vom 10. September 2016 bis zum 01. Januar 2017

Anläßlich seines 150. Geburtstags zeigt das Deutsche Fotomuseum
eine Werkauswahl des bedeutenden Kunstfotografen Heinrich Kühn,
der neben seinen Freunden Frank Eugene Smith und Alfred Stieglitz
zu den wichtigsten Vertretern des Piktorialismus zwischen 1890 und
1914 zählt. Die Piktorialisten verfolgten das Ziel, eine ganz der Kunst
gewidmete fotografische Stilrichtung zu entwickeln, die der Malerei und
der Druckgrafik ebenbürtig gegenüberstehen sollte.

Im Geiste des Impressionismus erzielte Heinrich Kühn malerische Effekte
mit fotografischen Mitteln und experimentierte als Pionier der Farbfotografie
mit Autochrome-Platten. Indem er seine Bilder mit Kompositionsskizzen
vorbereitete, für seine Modelle eigens Kostüme in den entsprechenden
Farben anfertigen ließ und arbeitsaufwändige Techniken einsetzte, gelang
es ihm, kunstvolle, sinnliche und intensive Meisterwerke von besonderer
atmosphärischer Dichte zu schaffen. Er hinterließ ein großes Oeuvre von
Photogravüren, Platin-, Gummi- oder Bromöldrucken, die er immer wieder
erneut herstellte, um sie vollkommener werden zu lassen.

Ab 1907 beschäftigte sich Heinrich Kühn intensiv mit dem 1904 von den
Brüdern Lumière entwickelten innovativen Autochrome-Verfahren und gilt
seither als der weltweit beste Autochrome-Fotograf. Die Autochromes können
wegen ihrer Empfindlichkeit nicht im Original gezeigt werden, weshalb für
diese Ausstellung hochwertige Lambdaprints hergestellt wurden, um einen
Eindruck von ihrer Schönheit zu vermitteln.

Die Ausstellung aus Privatbesitz ist eine Leihgabe von Dr. Hans Diether
Schönitzer, einem Enkel Heinrich Kühns.

Zum Gelingen der Ausstellung hat der Filmemacher Markus Heltschl als
Impulsgeber und Vermittler wesentlich beigetragen.
Sein Film über Heinrich Kühn, „Das bedrohte Paradies“, wird in einer
Kurzfassung in der Ausstellung gezeigt.